Der Velencer See befindet sich neben einem der verkehrsreichsten Fremdenvehrkehrswege. Am nördlichen Ufer des Sees läuft die Autobahn M7, die die am Ufer liegenden Siedlungen mit Budapest, Székesfehérvár und mit der Region von Balaton zusammenbindet. Am südlichen Ufer laufen der Hauptweg 70 und auch die Budapest-Székesfehérvár-Nagykanizsa Bahnhauptlinie. Auf dem Velencer See gibt es Personenbeförderung per Schiff. Zu jeder wichtigen Siedlung gehört ein Hafen so kann man Velence, Velencefürdõ, Gárdony, Agárd, Pákozd und Sukoró in der Frühling-Sommer Saison auch mit dem Schiff erreichen.

Neben dem Velencer See ist das Thermalwasser eine sehr wichtige Kraftquelle der Region. Es wurde erst in den 70-er Jahren in Agárd gefunden und seit 1986 im Heilwasserbad benutzt. Im Herbst 2006 begann eine der imposantesten Fremdenverkehrsinvestitionen der Region: die Verwirklichung des Komplexes Thermalstrand-wellness, SPA und Erlebnisbad. Das hier befindliche Wasser bekam den Titel Heilwasser, sein Grad ist höher als 70 Grad Celsius.

Die Wasserfläche ist 26 km2, die Länge ist 10.8 km, seine Durchschnittsbreite ist 2.3 km, seine Durchschnittstiefe ist 1.6 m und die Länge der Uferlinie ist 28.5 km. Am nördlichen Ufer des Sees ist eine Bergkette, die uns ein wirklich abwechslungsreiches, schönes Landschaftsbild zeigt. Dieses Gebiet bietet uns weiterhin gute Ausflugsmöglichkeiten. Am Ufer des Sees wartet eine Reihe von Stranden, Campingplätzen und Hotels auf diejenigen, die sich ausruhen möchten.
Der höchste Punkt des Velencer Gebirges ist der Meleg Berg. Der Mészek Berg von Pákozd zieht sich bis tief in das Schilfdickicht hinein. Hier befindet sich das Denkmal der ersten sieghaften Schlacht des 48-er Freiheitskrieges, der in der ungarischen Geschichte ein sehr wichtiges Ereignis war.

Die Sportmöglichkeiten des Velencer Sees wurden schon im neunzehnten Jahrhundert entdeckt. Ein reges mit Segeln, Surfen und Rudeln volles Leben charakterisiert die heutigen Lokalverhältnisse. Man muss unbedingt die Ruderbahn, die auch zu internationalen Wettkämpfen geeignet ist, und die ausgebaute Wasserschibahn erwähnen. Auf dem eingefrorenen See können die Wintersportliebhaber Schlittschuh laufen, Eis segeln und das volkstümliche Eislaufgerät namens Hölzerner Hund laufen.

Diese Region bietet einem ausser den Wassersport- und Erholungsmöglichkeiten noch zahlreiche reizende Programme an. Die sich mit den charakteristischen Naturschätzen bekannt machen möchten, sollten einen Ausflug auf dem von Csákvár leitenden geologischen Lehrpfad von Haraszt Berg machen. Dort formte sich auf der wechselvollen Fläche des Vértes Gebierges eine warmliebende, submediterran Flora aus und man kann dort auch einige rare wild nistende Vogelarte bewundern.

Ein besonders wichtiger Schatz des Sees ist das romantische, weitläufige Schilfdickicht mit seinem engen Durchgängen und inneren Busen. Es ist sehr interessant, dass jede Lichtung und jedes Schilfdickicht einen eigenen Namen hat, wie zum Beispiel Hosszú (Lange) Lichtung, Égett (Gebrantes) Schilfdickicht und Kárászos (Karauschen). Die Schwimmoore sind aussergewöhnliche Naturschätze. Das geschlossene Gebiet des Reservats von dem Velencer See benutzen neben den einheimischen auch die Strichvögel als beliebte Raststation. Die Nummer der hier brütenden Vogelarten ist etwa dreizig.

Der Velencer See verfügt seit Urzeiten über einen reichen Fischbestand. Im Jahr 1974 wurde die Fischerei eingestellt und seitdem ist nur das Sportangeln erlaubt. Anlegeplätze für Boote und Angelstuben sind gebaut worden um die modernen Bedingungen erfüllen zu können. Der Fremdenverkehr hat auf die ganze Region eine sehr gute Wirkung, weil dieser Teil unseres Landes die zweite grösste Siedlungsgruppe, die sich bei einem See befindet, ist und ausserdem wird sie für immer mehr Menschen aus anderen Teilen unserer Heimat als beliebter Erholungs- und Wohnort dienen.